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Pierre Loti: Nach Isfahan
Unterwegs, um als französischer Gesandter einen indischen
Maharadscha zu ehren, unternimmt Pierre Loti im April 1900 eine
abenteuerliche Reise zur Rosenblüte nach Isfahan und zu den alten
iranischen Königsstädten.
Das Buch entstand nachdem das französische Außenministerium
beschlossen hatte, einen Gesandten nach Indien zu schicken, um den
Maharadscha zu ehren. Und so reist im April 1900 Pierre Loti von
Indien in Richtung Isfahan. |
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Seine Reiseerzählungen sind
ebenso abwechslungsreich wie das unbekannte Land Iran. Loti berichtet
in Form eines Tagebuches über die abenteuerliche wie malerische Tour
und schildert dabei die Landschaft und Architektur des iranischen
Hochlands und die Wüsten sowie das Zusammentreffen mit Nomadenstämmen
und Karawanen. Er begegnet Menschen fremder Kulturen, gelangt zu
Stätten längst vergangener Zeiten, pilgert durch Orte, die dem schon
damals hektischen Europa völlig fern sind und versteht es, uns dieses
"Andere" durch eine präzise und detaillierte Art der Wortwahl nahe zu
bringen. Die Bildhaftigkeit seiner Darstellungen ermöglicht dem Leser
das Eintauchen in diese "alte neue Welt" eintauchen, ohne dass es
hierfür Bilder, Fotos oder Zeichnungen bedürfte.
Er pilgert durch Zeiten und Orte jenseits der hektischen
europäischen Zivilisation, begegnet Menschen einer fremden Kultur,
Stätten vergangener Zeiten und sich selbst.
Eine nachdenkliche und auch romantische Lektüre nicht nur für
diejenigen, die ihre zivilisationsmüde Seele durch abenteuerliche
Strapazen und exotische Eindrücke auf eine Reise schicken wollen.
Der Autor Pierre Loti (eigentlich Julien Viaud, 1850 - 1923) war
Marineoffizier. Reisen nach Nord- und Südamerika, Tahiti, Tongking (Teilnahme
am Boxerkrieg), Indien, China und Japan. Er veröffentlichte seit 1879
Romane, Erzählungen, einige Dramen und Reiseberichte (u.a. über
Marokko, Persien, Indien und Japan).
Pierre Loti: Nach Isfahan.
Kl. 8°. 265 S., Pp. DTV. München 2000. |
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